Jahresbericht des Umweltbeauftragten 2013

 

1.Gewässergüte der Trave und im Hafen

 Die Gewässergüte der Flüsse und Meere gibt die Belastung mit organischen und biologisch abbaubaren Substanzen an und ist in 7 Klassen eingeteilt.

Die Trave ist eingestuft als mäßig belastet. In einige Bereichen ist sie kritisch belastet, insbesondere in Bereichen wie Hafenanlagen und Einläufe von Kläranlagen.

So sind die Belastungsschwerpunkte der unteren Trave im Bereich des Skandinavienkai, Schlutup, Herrenwyk, Siems, und im Bereich der verschlossenen  Trave am Ende des Breitlings.

Durch Hoch- bzw. Niedrigwasser wird die Trave sowohl mit Meerwasser durchspült, intensive Niederschläge beschleunigen die Verbesserung der Wasserqualität, sofern nicht Fremd- und Nährstoffe von Regenwassereinläufe der Straßen und Plätzen zu einer Anreicherung der organischen Stoffe führen.

Die Trave liegt eher im regenarmen Gebiet von Schleswig Holstein.

organischen Stoffe führen.

Die Trave liegt eher im regenarmen Gebiet von Schleswig Holstein.

Aber genau in unserem Hafen führt der Regenwassereinleiter der Vorflächen der Mautstation regelmäßig bei Niederschlägen zu einem erheblichen Eintrag von organischen Fremdstoffen, die zu einer kritischen Wasserqualität in unserem Hafen führt.

Im Vergleich zu anderen Gewässern ist die Belastung der Trave seit Schließung der Metallhütte drastisch zurück gegangen und weist heute eine bessere Gewässergüte als die Weser oder der Greifswalder Bodden auf. Die besten Wasserqualitäten finden wir in der Müritz oder den Gewässern von Fehmarn.

2.Emissionsschutz

Ab 2014 müssen alle neuen Bootsmotoren einer anderen Abgasrichtlinie entsprechen. Sie ist an die als streng geltenden amerikanischen TIER-III-Regelungen angepasst.

Die in der neuen Sportboot- Direktive geforderte Abgasreinigungsanlage ist dabei keineswegs ein Katalysator oder Partikelfilter, in einem nassen Auspuffsystem schwerlich vorstellbar, sondern bereits in Form von Abgasrückführung und Ähnlichem in die Motoren integriert. Die geforderten Grenzwerte erfüllen die am Markt befindlichen Motoren zum großen Teil bereits heute. Es ändert sich also nur bei den neuen Schiffen die Technik, nicht für Eigner älterer Motoren: Es besteht Bestandsschutz.

Ebenso angepasst wurde der Begriff Antriebsmotor. Er wurde weiter gefasst, um in Hybridsystemen auch die dort verwendeten Verbrennungsmotoren mit zu berücksichtigen. Logisch, denn schließlich sollen ja auch die verwendeten Stromerzeuger, auch wenn sie nicht direkt für den Antrieb gedacht sind, möglichst saubere Abgase in die Umwelt pusten.

Sonderregelungen, wie etwa für den Bodensee, bleiben weiterhin bestehen, sollen aber mithilfe der EU-Kommission europaweit harmonisiert werden.

Weitere Regelungen im Detail:

So wurde etwa bestimmt, dass Backskisten, in denen Behälter für Ottokraftstoffe gelagert werden, also zum Beispiel der Kanister für das Dingi, belüftet sein müssen.

Auch die Definition des Begriffs "Sportboot" wurde mit größer als 2,5 und kleiner als 24 Meter genau definiert.

Außenborder müssen mit einer Not-Stopp-Leine ausgerüstet sein. In Deutschland nichts Neues, in anderen EU-Staaten allerdings schon.

Sportboote müssen einen leicht zugänglichen Stauraum für Rettungsmittel in ausreichender Anzahl für die an Bord maximal zugelassenen Personen aufweisen. Das klingt sinnvoll, wird aber auf offenen Segeljollen, wie etwa einem Laser, der definitionsgemäß ein Sportboot ist, schwierig.

3.Abfall- und Wertstoffwirtschaft

Die Mitglieder des SVT erfassen und sortieren die Wertstoffe vorbildlich. Fast ¾ aller anfallenden Rückstände findet den Weg in die Verwertung.

Die Wertstofferfassungsrate stabilisiert sich auf hohem Niveau. Deutlich mehr Metalle wurden erfasst und dem Recycling zugeführt, auch die Rückgabe von Motorenölen stieg an, das gebrauchte Motorenöl aus unseren Maschinen weist eine sehr gute Qualität auf und wird von den Recyclingunternehmen gegen Bezahlung gern zurück genommen.  Durch die erzielten Erlöse konnten die Aufwendungen für die Abfallwirtschaft reduziert werden.

                        Ralf Giercke