Motortour „Rund Lübeck“ 2025

Bei bestem Wetter fand dieses Jahr am 18.10.2025 die alljährliche Motortour „Rund Lübeck“ statt. Die strahlende Sonne trotze den kalten Temperaturen ebenso wie wir. Gerüstet mit dicker Jacke und Mütze legten wir pünktlich im SVT ab, um uns mit allen teilnehmenden Booten auf dem Breitling zu sammeln. Punkt 10 Uhr blies unser erster Vorsitzender das Horn zur Abfahrt und übernahm mit gehisstem SVT-Stander die Führung der über 40 gemeldeten Boote. Im großen Pulk ging es nun die Trave entlang Richtung Lübeck. Der süße Geruch nach frisch geröstetem Müsli sowie die malerische Kulisse unserer wunderschönen Hansestadt erwartete uns hinter der Eric-Warburg Brücke. Im Uhrzeigersinn ging es nun um die Altstadtinsel herum unter den vielen maroden Brücken Lübecks hindurch, angefangen mit der Hubbrücke. Kurz hinter der Rehderbrücke kam uns ein bekanntes Gesicht, welches wir bisher jedes Jahr bei unserer Motortour getroffen haben, fröhlich winkend entgegen. Während wir unsere Schals enger zogen, paddelte der Herr nur in Badehose bekleidet auf seinem SUP an uns vorbei. Hinter der Possehlbrücke trennte sich unsere Kolonne, während ein Teil direkt in den Stadtgraben Richtung Puppenbrücke abbogen, machten einige einen Schlenker über die Alte Trave. Nachdem wir dort letztes Jahr die Fahrrinne vertieft haben, hatten wir uns dieses Jahr dagegen entschieden, weil mein Vater grade mit viel Mühe den Kiel neu gespachtelt hatte. Dank des Hochwassers haben wir spontan jedoch trotzdem diesen schönen Weg gewählt. Spätestens bei der Fußgängerbrücke „untere Lachswehr“ bereuten wir diese Entscheidung jedoch, denn unsere Sprayhood war zu hoch um unter der Brücke durchzupassen. Nach einem kurzen Stopp war diese jedoch schnell eingeklappt und wir verbeugten uns bei den Zuschauern auf der Brücke für dieses „Hafenkino“, die uns mit einem Lachen verabschiedeten. Traditionell fuhren wir nun an der alten Mühle vorbei den Malerwinkel und an der Obertrave entlang bis zu der Drehbrücke, wonach wir Richtung Puppenbrücke abbiegen wollten. Leider war für die Drehbrücke dieses Jahr zu viel Hochwasser, wodurch unser Steuerrad zu hoch für eine Brückendurchfahrt war. Der im Auto vergessene Werkzeugkasten, um das Steuerrad abzuschrauben, verhinderte dann leider den Einsatz der Notpinne. Schade, denn das hätte ich gerne mal erlebt. So mussten wir wieder umdrehen und auf anderem Wege zur Puppenbrücke fahren. Dort angekommen erwartete die Teilnehmenden wie jedes Jahr die reich gedeckte Kuchentafel. Die vertäuten Boote waren ein Hingucker für alle Landratten und wurden sicherlich auf dem ein oder anderen Touristenfoto verewigt. Dieses Jahr haben wir dem geselligen Beisammensein nicht beigewohnt, weil unser jüngstes Crewmitglied einen ruhigen Mittagsschlaf benötigte. Mit einem kurzen Abstecher über Gothmund ging es daher langsam zurück in den SVT. Traditionell wurde die Motortour durch die Flaggenparade im Anschluss an die Ansprachen unseres ersten Vorsitzenden und des ersten Segelwartes beendet.

Leonie Wiedener

 

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.